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Freitag, 30.07.2010

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Partitur Nationalhymne

Die Nationalhymne

Dionyssios Solomos schrieb im Mai 1823 (innerhalb eines einzigen Monats !) auf seiner Geburtsinsel Zakynthos (Zanthe) die"Hymne an die Freiheit", welche aus 158 Strophen besteht und zur Nationalhymne der Griechen werden sollte.

Die ersten Strophen der Hymne wurden 1828 auf Korfu von Nikolaos Chalkiopoulos Mantzaros vertont.Die erste und einzige Herausgabe der Nationalhymne erschien 1873 in London, 1 Jahr nach dem Tod des Komponisten (12.4.1872). Mantzaros beschäftigte sich bis zu seinem Tod mit verschiedenen musikalischen Formen und Entwürfen zur Vollendung der Vertonung der Nationalhymne. Die Komposition war 1830 fertig. Sie ist für vier Männerstimmen und Klavier geschrieben. Die gesamte Komposition besteht aus 25 musikalischen Teilen, deren letzter eine fuga reale ist. Die ersten zwei Strophen werden - nach einer leichten Änderung und Vereinfachung - als Nationalhymne gesungen.

Mantzaros wollte nicht, daß die erste, volkstümliche Vertonung der Hymne veröffentlicht wurde, denn er glaubte, daß eine Hymne an die Freiheit eine reife, ernste Musik benötigt. Aus diesem Grund begann er 1841 mit der zweiten Vertonung der Hymne, die er am 5. Februar 1844 dem Dichter D. Solomos vorlegte. Die Komposition muß besonders anspruchvoll gewesen sein, denn auf Drängen des Philosophen Wrailas hin, schickte Mantzaros sein Werk mit Widmung dem ersten König der Griechen, Otto. König Otto schickte daraufhin die Komposition nach München, damit sie von bayerischen Komponisten und Musikern begutachtet werden sollte. Die Bayern bezeichneten das Werk als "bewunderswert", Mantzaros erhielt von Otto einen Orden, seine Komposition aber sollte ab nun bei Bällen und feierlichen Anlässen im Palast gespielt werden. Als Nationalhymne benutzte man in Griechenland z.Z. König Ottos die Bayerische Hymne.

Im Juni 1865 erfolgte die politische Vereinigung der Ionischen Inseln mit dem Königreich Griechenland, was den damaligen König Georg I. veranlaßte, die Inseln zu besuchen. Auf dem Kai von Korfu hörte er zum ersten Mal die Hymne an die Freiheit, gespielt von der Philharmonie vor Korfu. Er wurde derart beeindruckt, daß er verordnete, diese Hymne sollte jetzt vielmehr als offizielle Nationalhymne gespielt werden. (Verordnung Nr. 3281 vom 4. August 1865).

Mantzaros hat allerdings sein Manuskript - trotz dieser Anerkennung - nicht sofort zur Publikation geliefert. Es ist erst 1873 in London erschienen.

Freiheitshymne

 

Σε γνωρίζω από την κόψη
του σπαθιού την τρομερή
σε γνωρίζω από την όψη
που με βία μετράει τη γή

Απ΄ τα κόκαλα βγαλμένη
των Ελλήνων τα ιερά
και σαν πρώτα ανδρειωμένη,
Χαίρε, ω χαίρε, Eλευθεριά

Εκεί μέσα εκατοικούσες
πικραμένη, εντροπαλή,
κι' ένα στόμα ακαρτερούσες,
Ελα πάλι, να σου πή.

Αργειε νάλθη εκείνη η μέρα
και ήταν όλα σιωπηλά,
γιατί τάσκιαζε η φοβέρα
Και τα πλάκωνε η σκλαβιά.

Δυστυχής! Παρηγοριά
μόνη σου έμενε να λες
περασμένα μεγαλεία
Και διηγώντας τα να κλαις.

Και ακαρτέρι, και ακαρτέρι
φιλελεύθερη λαλιά,
ένα εκτύπαε τ' άλλο χέρι
από την απελπισία,

Κι έλεες: πότε α! Πότε βγάνω!
το κεφάλι από τς ερμιές;
Και αποκρίνοντο από πάνω
κλάψες, άλυσες, φωνές.

Τότε εσήκωνες το βλέμμα
μες στα κλάματα θολό,
και εις το ρούχο σου έσταζ' αίμα,
πλήθος αίμα Ελληνικό.

Με τα ρούχα αιματωμένα
ξέρω ότι έβγαινες κρυφά
να γυρεύης εις τα ξένα
άλλα χέρια δυνατά.

Μοναχή το δρόμο επήρες,
εξανάλθες μοναχή
δεν είν' εύκολες οι θύρες,
εάν η χρεία τες κουρταλή.

Φεύγει οπίσω το ποδάρι
και ολογλήγορο πατεί
η την πέτρα η το χορτάρι
που τη δόξα σου ενθυμεί.

Ταπεινότατη σου γέρνει
η τρισάθλια κεφαλή,
σαν πτωχού που θυροδέρνει
κι είναι βάρος του η ζωή.

Ναι αλλά τώρα αντιπαλεύει
κάθε τέκνο σου με ορμή
που ακατάπαυστα γυρεύει
η τη νίκη η τή θανή

Απ΄ τα κόκαλα βγαλμένη
των Ελλήνων τα ιερά
και σαν πρώτα ανδρειωμένη,
Χαίρε, ω χαίρε, Eλευθεριά

Ich erkenn' dich an der Schärfe
deines Schwerts, der furchtbaren,
ich erkenn' dich an dem Blicke
der mit Kraft die Erde misst.

Von den heiligen Gebeinen
der Hellenen auferweckt
und, wie einst, nun stark geworden,
Freiheit, Freiheit, sei gegrüßt!

Dort im Grabe eingeschlossen,
eingeschüchtert und betrübt,
wartetest du auf die Stimme,
die dir sage "Komm zurück!"

Dieser Tag ließ auf sich warten,
es war alles totenstill,
alles war durch Angst verdunkelt,
Knechtschaft deckte alles zu.

Unglückliche, Trost alleine blieb
dir die Erinnerung an die längst
vergangene Größe, die erzählend du
beweinst.

Banges Harren, banges Warten
auf ein freiheitliches Wort,
schlug die eine Hand die andre
in Verzweiflung immerfort.

Und du sagtest: "Wann erhebe ich
mein Haupt aus dieser Not?"
Es erwiderten von oben Klagen,
Ketten, Jammerlaut.

Da erhobst du deine Blicke,
die vom Weinen ganz getrübt,
Blut tropfte auf deine Kleider,
vieles Blut des Griechentums.

Mit den blutigen Gewändern
stahlst du heimlich dich davon,
um zu suchen in der Fremde
andre Hände voller Kraft.

Einsam gingst du deines Weges,
einsam kehrtest du zurück,
leicht sind nicht die fremden Türen,
wenn die Not an ihnen klopft

Rückwärts wendest du die Schritte,
bald betrittst du mit dem Fuß
jenen Felsen, jenen Rasen,
der dich an den Ruhm gemahnt.

Demütig beugt sich zu Boden
das vom Leid geprüfte Haupt,
wie des Armen, der da bettelt,
dem das Leben eine Last.

Aber jetzt stellt sich zum Kampfe
jedes Kind von dir mit Kraft,
und in rastlosem Bemühen
strebt nach Sieg es oder Tod.

Von den heiligen Gebeinen
der Hellenen auferweckt,
und, wie einst, nun stark geworden,
Freiheit, Freiheit, sei gegrüßt!

(Dionysios Solomos)