Sie sind hier: Über Griechenland / Land und Leute
Freitag, 30.07.2010

Land und Leute

 

  Griechenland - Die Geographie

Griechenland, ein Land Südosteuropas. Es liegt am südlichen Rand der Balkanhalbinsel. Zusammen mit den Inseln der Ägäis, mit Kreta, den Inseln des Dodekanes und denen des Ionischen Meeres bildete Griechenland ein einheitliches territoriales Gebiet, dessen Geschichte sich in der Tiefe der Jahrhunderte verliert. Dieser Raum Griechenlands, durch den sich Europa mit Asien verbindet und der den besten Zugang zu Afrika bietet, ist eines der wichtigsten Gebiete der Welt.

Betrachtet man die geographischen Koordinaten, so ist die Lage des Landes folgende: Der nördlichste Punkt befindet sich im Dorf Orménio in der Provinz Evros, an der griechisch-bulgarischen Grenze. Geographische Breite 41°45'01". Der südlichste Punkt befindet sich auf der Insel Gavdos, südlich von Kreta, geographische Breite 34°48'11". Der östlichste Punkt (und der vom Festland entfernteste) liegt auf der kleinen Insel Strongyli, östlich von Kastelorizo, geographische Breite 36°06'17". Der westlichste Punkt ist die kleine Insel Othoni, nordwestlich von Kerkyra, geographische Breite 39°51'11".

Die Länge der Festlandsgrenzen Griechenlands beträgt 1.180,53 km. Im Norden grenzt das Land an Albanien (Länge der Grenzen 246,7 km), an die Frühere Jugoslawische Republik Mazedonien (256,13 km) und an Bulgarien (474,7 km). Im Osten grenzt es an die europäische Türkei (Ostthrakien, Länge der Grenze 203 km).

Die Gesamtfläche Griechenlands beträgt 131.957 km², von denen 112.192 km² den Festlandanteil ausmachen und 19.765 km² die Inseln. Es gibt über 9.000 solche kleinere und größere Inseln, von denen nur ca. 220 bewohnt sind. Länge der Küste: 15.021 km.

Die geologische Physiognomie dieses Gebietes hat sich oft geändert, bis es zur heutigen gekommen ist. Das Charakteristikum dieser Veränderungen ist der ständige Kampf zwischen Meer und Land.

Vor hunderten Millionen von Jahren war das heutige griechische Festland bis nach Kleinasien hin vom Meer bedeckt. Vor rund 140 Millionen Jahren schufen geologische Umwälzungen die ersten Erdformationen, die sich aus den Wogen erhoben. Entscheidende Wandlungen im griechischen Raum sind vor 35 Millionen Jahren eingetreten. Es ist die Zeit der Auffaltung der Alpen, in der die höchsten Gebirgsmassen der Erde in Erscheinung traten (Alpen, Pyrenäen, Himalaya). Vor 400.000 Jahren, am Ende der Eiszeit, erfuhr Griechenland erneut eine Veränderung, da das Meeresniveau sich um etwa 200 m senkte. Von da an bis 1.300 v. Chr. geben Erdbeben, Vulkanausbrüche und andere geologische Phänomene dem griechischen Raum jene Gestalt, die er bis heute behalten hat.

Der vielgestaltige geographische Raum Griechenlands zeigt die Vielfalt von klimatischen Verhältnissen. Die meisten Gebiete des Landes gehören zum Mittelmeerklima oder zum so genannten „Klima des Ölbaumes“. Allgemein gilt das griechische Klima mit rund 300 Sonnentagen als das mildeste im Mittelmeergebiet, bei gleichzeitig vielen Variationen in den nördlichen und westlichen Teilen des Landes.

Ein weiteres Grundmerkmal des griechischen Klimas ist der Wechsel der Jahreszeiten: Ein kurzer Frühling mit mittleren Temperaturen um die 20° C mit einigen Regenschauern von März bis Mitte Mai, ein langer, heißer Sommer mit Temperaturen von 30 bis 40° C und nur selten Niederschlag von Juni bis Anfang Oktober, ein wunderbarer Herbst mit mittleren Temperaturen, die aber höher liegen als im Frühling, ein milder und sonniger Winter mit nur kurzen Regenschauern. Dies gilt fast für ganz Zentral- und Südgriechenland (außer für die Gebirgsgegenden), für die Inseln des Ionischen Meeres und der Ägäis. Der Sonnenschein erreicht im Jahr 3.000 Stunden, Regenfälle gibt es im Sommer selten, und vom Meer wehen die Brisen und die kühlen Nordwestwinde (Meltemi).

In den nördlichen und östlichen Gebieten (Epirotisches, Mazedonisches und Thrakisches Binnenland) ist der Winter verhältnismäßig hart und die Temperatur sinkt gelegentlich bis - 20° C. Es wehen starke Winde, es gibt häufig Schneefall und viele Wolken. Ab 1.200 m Höhe gibt es sogar heftige Schneefälle, und teilweise bleibt der Schnee in manchen Bergregionen ab 2.000 m Höhe bis in den Juni liegen. Es kommt selten vor, doch kann man in höheren Gebieten, zum Beispiel auf dem Olymp, dem höchsten Berg Griechenlands, sogar das ganze Jahr über Schnee sehen. Das Meer erreicht in den Wintermonaten eine Temperatur von 15° C. Im Sommer dagegen liegen die Temperaturen sehr hoch.

Die größte Niederschlagsmenge wird im ganzen griechischen Raum zwischen November und Februar gemessen. Im Gebirge wird der Regen mit 1.500 mm/m2 im Jahr berechnet, während er im Südosten Kretas nur ein Drittel davon erreicht. Ein weiteres Charakteristikum des griechischen Klimas ist die Reinheit und Durchsichtigkeit der Atmosphäre, in welcher sich die harmonischen Massen der Berge abzeichnen. Die Farben werden unter der leuchtenden Sonne lebendig, und das Auge entdeckt Schönheiten der Natur selbst auf die Entfernung von vielen Kilometern.

  Die griechische Tier- und Pflanzenwelt

Schwerlich kann man die Schäden übersehen, die durch eine rasche und oft ungeplante Nutzung der griechischen Natur entstanden sind. Ihre Ursache sind der oft unkontrollierte Rohstoffabbau, die Waldbrände, die Jagd, die von mehr als 300.000 Jägern ausgeübt wird, die Viehzucht und anderes mehr.

Zwei Drittel der Oberfläche Griechenlands sind Waldgebiete (genau 8.894.800 Hektar). Diese sind aber unterschiedlich gegliedert. 2,4 Millionen Hektar, d.h. 19 % der Gesamtfläche, sind reiner Wald, 31 Millionen Hektar sind teilweise waldbedeckte Flächen und 2,4 Millionen Hektar überwiegend Weideland. Kreta hat einen Waldbestand von 3 %, während er in Thrakien 28 % umfasst.

Griechenland besitzt einen der reichsten Pflanzenbestände der Welt mit 4.050 eigenen Arten. Der Reichtum, die Vielfalt und die besondere Schönheit der Pflanzen der griechischen Flora haben seit der Antike viel Bewunderung auf sich gezogen. Viele dieser Pflanzen (Hyazinthe, Narzisse, Iris, Akanthus, Rose, Olivenbaum usw.) haben sich mit antiken Mythen verbunden und viele Künstler inspiriert. Innerhalb dieses Reichtums können manche Pflanzen als schlechthin typisch für den griechischen Raum angesehen werden, so etwa der Klatschmohn, die Kamille, die Anemone, die Margerite usw.

Der Schutz der Natur und der Tierwelt  ist in der griechischen Verfassung verankert. Man begegnet ihm durch die Errichtung von Nationalparks, die Schaffung von Gehegen (Prespa), durch Jagd- und Fischereiverbot in verschiedenen Gebieten und für verschiedene Tier- und Fischgattungen, sowie durch eine entsprechende Information der Bevölkerung. Selbst wenn die griechische Fauna in den weiteren Bereichen der so genannten paläarktischen Gebiete angehört (dazu gehören viele Länder des Mittelmeeres, Europas und Asiens), so gibt es dennoch manche Tierarten, die als spezifisch griechisch bezeichnet werden, die Landschildkröte etwa, die Wildziege Griechenlands und insbesondere Kretas, die Kleinpferde der Insel Skyros u. a. m.


 Die Berge - Die Flüsse und das Meer

Zwei Grundelemente bestimmen den griechischen Raum: Gebirge und Meer. Mindestens 20 Berge übersteigen die Höhe von 2.000 m, die Grenze des ewigen Schnees. Das Kennzeichen der griechischen Gebirge (vier Fünftel des Territoriums Griechenlands bestehen aus Bergen) ist etwas fast Einzigartiges in der Welt: Es gibt kaum einen Berg in Griechenland, von dem aus nicht ein Stück Meer zu sehen ist und der nicht von den Meereswinden erreicht wird. Kein Punkt des Landesinneren ist mehr als 100 km vom Meer entfernt, während auf den Peloponnes dieser Wert nur 50 km beträgt und in Zentralgriechenland 60. Hohe griechische Berge, der Olymp etwa und der Taygetos, sind nur 10 – 20 km vom Meer entfernt.

Dieses einmalige Nebeneinander von Gebirge und Meer, mit den kleinen Küstenebenen, die sie trennen, diese Verbindung der scheinbar so verschiedenen Elemente, gibt der griechischen Landschaft ihre eigene Farbe und Gestalt.

Die zehn höchsten Berge Griechenlands sind:

Olymp   2.904 m
Smolikas   2.631 m
Grammos   2.521 m
Voras oder Kaimaktsalan 2.519 m
Giona   2.508 m
Tymphi   2.500 m
Parnaß   2.456 m
Psiloritis   2.454 m
Levka Ori   2.453 m
Athamanon   2.429      m

Die geringe Ausdehnung des Landes, die Gebirgsmassen, die Heftigkeit der Regenfälle und die geringe Zahl dieser Niederschläge in den meisten Gebieten haben die Bildung von Flüssen mit reichlich Wasser verhindert. Es gibt nur wenige große Flüsse, und meistens haben sie ihre Quellen außerhalb des griechischen Raumes, wie der Evros, der Nestos, der Axios und der Strymon usw. In der Antike war der Evros - an der griechisch-türkischen Grenze - schiffbar. Heute wird die Möglichkeit untersucht, auf dem Nestos und dem Axios im Rahmen einer internationalen Schiffsroute zur Ägäis den Schiffsverkehr erneut einzuführen. Die Flüsse hatten stets für den Verkehr große Bedeutung, denn die Hauptstraßen folgten seit der Antike den Flusstälern. Darüber hinaus waren die griechischen Flüsse für die Bewässerung wichtig. Sie wurden deshalb als heilig angesehen. Denn in den meisten Gebieten war im Sommer der Wassermangel groß.

Die zehn größten Flüsse, entsprechend ihrer Länge auf griechischem Territorium, sind die folgenden:

Aliakmon   297 km
Acheloos   220 km
Pineios (Thessalien)  205 km
Evros   204 km
Nestos   130 km
Strymon   118 km
Thyamis/Kalamas  115 km
Alfeios   110 km
Arachthos   110 km
Enipeas     84 km

Viele Flüsse wurden in den letzten Jahren genutzt, und zwar durch die Errichtung von Staudämmen und durch Bewässerungsanlagen. Auch die griechischen Seen sind nicht umfangreich. Früher waren sie oft Seuchenherde. Nach ihrer Trockenlegung entstanden aus manchen Seen Anbauflächen für Kleinkulturen (Karla, Kopais, Agoulinitis usw.).

Die zehn größten griechischen Seen sind:

Trichonis (Agrinion)  96,22 km²
Volvi   70,44 km²
Vegoritis (Ostrovo)  54,47 km²
Koronia (Langada)  46,53 km²
Vistonis   44,86 km²
Kleiner Prespa  42,54 km²
Großer Prespa  39,04 km²
Kerkini    34,01      km²
Kastoria   28,87  km²
Yliki   19,44 km²

 

  Die Bevölkerung


Im Jahre 1821, nach der Befreiung des Landes von der osmanischen Herrschaft, erreichte die Bevölkerung Griechenlands (Peloponnes und Zentralgriechenland) nur 938.765 Einwohner. Im Jahr 1920 umfassten die griechischen Grenzen 5.016.889 Einwohner. Im Jahr 1961 betrug die Einwohnerzahl 8.388.553 und wuchs zehn Jahre später auf 8.768.641 an. Die Einwohnerzahl der Städte belief sich 1971 auf 4.667.489, d.h. auf 53 %, die halbstädtische Bevölkerung betrug 1.019.421, d.h. 11,6 % und die bäuerliche Bevölkerung 3.081.731, d.h. 35,4 %.

Heute beträgt die Einwohnerzahl 11.082.751 Menschen (Volkszählung 2001).  Davon leben 72,8 % in den Städten. Nur 10,9 % sind Bauern. Die Landflucht und die Auswanderung stellten die zwei größten Nachkriegsprobleme des Landes dar: Abwanderung der Arbeitskräfte, Rückgang der Geburtenziffer, das Veröden vieler landwirtschaftlicher Gebiete und die Probleme, die sich mit der raschen Entwicklung der städtischen Zentren ergeben. Die Auswanderung ist in den letzten Jahren fast zum Stillstand gekommen; die Landflucht wird aber immer mehr zu einem brennenden sozialen und wirtschaftlichen Problem. Man schätzt, dass heute in der Ebene von Attika ca. ein Drittel der Gesamtbevölkerung des Landes lebt.

  Die Verwaltungsstruktur

Das Land ist heute in 54 Verwaltungsbezirke (griechisch: Nomoi = Präfekturen) aufgeteilt (4 davon in Attika) und in 13 Regionen (griechisch: Peripheries) : Attika, Mittelgriechenland, Thessalien, Westgriechenland, Epirus, Westmakedonien, Zentralmakedonien, Ostmakedonien und Thrakien, Kreta, Ionische Inseln, Nördliche Ägäis, Peloponnes, Südliche Ägäis.

Insgesamt gibt es in Griechenland 914 Städte und 120 Gemeinden. Nach der Volkszählung 2001 zählte die Hauptstadt Griechenlands Athen offiziell 745.514 Einwohner, die Präfektur Athen insgesamt 2.664.776 und die Metropolitanregion Athen 3.761.810, die Hafenstadt Piräus miteinbezogen. In Thessaloniki leben 363.987 Einwohner, in Patras 163.446, in Iraklion 137.711, in Larissa  126.076, in Volos 82.439, in Kavala 63.293, in Serres 56.145, in Chania 53.373 und in Ioannina 70.203. 

  Die Religion

 

Ca. 97 % der Griechen gehören der Griechisch-Orthodoxen Kirche an. Die restlichen ca. 3% sind Moslems, katholische und evangelische Christen u.a. Auf der Halbinsel Chalkidiki in Makedonien, liegt die autonome Mönchsrepublik Athos, in der seit Jahrhunderten 20 griechisch-orthodoxe Klöster existieren.

  Die griechische Sprache

Die griechische Sprache  bildet einen eigenen Zweig der indogermanischen Sprachfamilie. Seit 3500 Jahren schriftlich überliefert, ist sie die älteste Sprache Europas und stellt ein starkes Element nationaler Kontinuität dar. Die neugriechische Sprache stützt sich auf dasselbe Idiom, das Homer benutzte. Das griechische Alphabet und die griechische Sprache haben alle westlichen Sprachen nachhaltig beeinflusst.

 

  Die Regionen
 Thrakien

Die Region Thrakien  liegt im östlichen Teil der Balkanhalbinsel. An ihrer Westgrenze verläuft der Fluss Nestos, im Nordosten der Fluss Evros (griechisch-türkische Grenze), im Norden grenzt sie an Bulgarien und die Bergkette Rodopi und im Süden an die Ägäis.

Das Gebiet um Evros erstreckt sich auf eine Fläche von etwa 118.000 Hektar. Das Evros-Delta ist von Kanälen durchzogen, in deren Umgebung der Boden landwirtschaftlich genutzt wird.

Gelangt man auf seiner Reise in das waldreiche Hinterland, kann man die reiche Greifvogelfauna entdecken und Vögel wie den Seeadler, den größten dort lebenden Vogel, beobachten. Salzwiesen, Schwemmland und Lagunen führen bis zum Westarm des Evros, an dessen Ufern Schilf und der schmalblättrige Rohrkolben wachsen. An seiner Mündung ins Meer wachsen allerdings nur noch Pflanzen, die den zunehmend salzigen Boden tolerieren wie die Strandimse. Hin und wieder entfalten Schwertlilien, Schwanenblumen, die weiße Seerose und der Wasserfenchel ihre wunderschöne Blütenpracht, und teilweise wird man durch lockeren Galeriewald aus Weiden und Pappeln geführt. Nach einiger Zeit gelangt man in den Wald der Greife bei Dadiá-Lefkími im waldreichen Hinterland, das sich bis nach Bulgarien erstreckt und in dem 219 Vogel-, 40 Reptilien- und Amphibien- sowie 36 Säugetierarten zuhause sind. Vor allem gibt es eine bemerkenswerte Artenvielfalt der Greifvögel, die 36 Arten umfasst.

An der Grenze zu Bulgarien schließt sich eines der zwei großen Massive, die Rhodopen an. Ihnen sind das Falakrón-Gebirge und die Kerkíni-Berge vorgelagert, die aus einem Kristallin-Massiv bestehen. In der griechischen Mythologie gibt es die Geschichte von Lysisthea, einer Okeanide und Geliebten Zeus. Um ihre Schwangerschaft geheim zu halten, bat sie eine Pflanze, einen Stein und ein Tier um Hilfe. Die Pflanze und das Tier wollten ihr nicht helfen, doch der Stein schloss sie bis zur Geburt des Kindes ein. Während dieser Zeit weinte Lysisthea und aus ihren Tränen wurden Kristalle, die sie dem Stein zum Dank schenkte. So entstanden laut der Mythologie die Bergkristalle. Das im Tertiär entstandene Falakrón-Gebirge setzt sich im Norden aus Gneis- und Schiefergesteinen, in den übrigen Gebieten aus Kalkgesteinen und Marmor zusammen. Während in den ersten Höhenlagen nur kahles, felsiges Gelände zu sehen ist, erstrecken sich an den unzugänglichen Nordhängen dichte Wälder aus Buchen und Fichten. Am Südhang hingegen befinden sich Wälder aus Schwarzkiefern.

  Makedonien

Makedonien (West- Zentral und Ostmakedonien) ist die größte der geographischen Regionen Griechenlands. Die dreiarmige Halbinsel Chalkidiki, die wiederum aus drei Halbinseln besteht (Kassandra im Westen, Sithonia in der Mitte und Athos im Osten), umfasst eine Fläche von ungefähr 4.000 km². Drei Viertel dieser Fläche sind gebirgig. Die autonome Mönchsrepublik Athos (Der Heilige Berg), die sich 2033 m über dem Meer erhebt, ist noch ursprünglich geblieben.

Mit kilometerlangen Stränden, fruchtbaren Ebenen und hohen Bergen vereint Makedonien „südliche“ und „nördliche“ Landschaften. Ein großes Becken befindet sich in Makedonien um Dráma, Sérres und Édessa, wenn man sich westlich bewegt. In dieser Ebene bahnt sich der Fluss Loudías neben den Flüssen Axiós und Aliákmon seinen Weg. Er führt in ein sehr fruchtbares Mehrfachdelta und mündet in den Thermäischen Golf. Der Fluss Aliákmon hat seinen Ursprung im Pindos-Gebirge nahe der albanischen Grenze und ist mit seinen 297 km der längste Fluss Griechenlands. Kleine Inselchen erheben sich aus ihm, auf denen man Seiden-, Grau-, Rallen- und Nachtreiher beobachten kann. Das Aliákmon-Delta wird vom Wasserhahnenfuß im Frühjahr mit seinen weißen Blüten geschmückt. Viele Wasservögel wie Stockenten, Moorenten, der Löffler und der Säbelschnäbler erfreuen sich hier ihres Lebens. Südlich des Aliákmon gelegen, wird die Alyki-Lagune teilweise als Saline genutzt. In einer üppigen Vegetation begegnet man der einen oder anderen griechischen Landschildkröte, deren Weg man beim Wandern kreuzt. Ebenso ist es der Lebensraum der Riesensmaragdeidechse und der Vierstreifennatter.

Nicht weit von den Kerkíni-Bergen liegt der Kerkíni-See, dessen Fläche je nach Jahreszeit von 34 bis 72 km² schwankt. Dieser See gliedert sich in offene Wasserflächen, Flachwasser- und Schwimmblattzonen, Altarme und isolierte Tümpel und ist ein wichtiger Rast- und Brutplatz vieler Wasservögel wie zum Beispiel sämtlicher Reiherarten. Insgesamt wurden hier schon 227 Vogelarten gesichtet. Weiter führt der Weg zum Volvi-See, der eine Fläche von 70,44 km² einnimmt. Wandert man durch das umliegende Flachland, findet man Getreide-, Mais-, Tabak- und Tomatenfelder. Es bleiben ausgedehnte Flachwasserbereiche zurück, die von Hunderten Rosaflamingos zur Nahrungssuche aufgesucht werden. Hier sind auch einige Greifvögel wie beispielsweise der Adlerbussard und der Schlangenadler zu beobachten. Nach Osten hin führt ein Fluss aus dem Volvi-See; an dessen Ufern er von einem Platanen-Auwald gesäumt wird. In mitten von Pappeln, Weiden und Eschen leben hier der Weißstorch, Schwarzstorch und der Schreiadler.

  Epirus

Epirus, die nordwestlichste Region Griechenlands mit den Präfekturen Ioannina, Arta, Preveza und Thesprotia hat einem Reisenden ungeheuer viel zu bieten. Eine ganz eigene Welt stellen die Bergdörfer von Zagoria dar mit ihren wunderschönen alten Steinhäusern, gepflasterten Gassen und einzigartigen Brücken.

Eine Landschaft von hinreißender Schönheit mit hohen Bergen wie dem Pindos-Gebirge und atemberaubenden Schluchten wie der Vikosschlucht, eine der tiefsten Schluchten Europas, finden sich ebenso wie archäologisch bedeutende Stätten wie Dodoni mit seinem hervorragend erhaltenen Theater oder das Totenorakel am Acheronfluss. Seltene Tiere wie Braunbären, Steinadler oder Mönchsgeier sind zu beobachten, herrliche Strände liegen am tiefblauen, kristallklaren Meer entlang der Westküste. Städte mit riesigen Kunstschätzen wie Arta, malerische Hafenstädte wie Parga, das wie ein Amphitheater am Hang zum Meer gebaut ist oder das freundliche, lebhafte Ioannina mit seiner romantischen Altstadt, der schönen Uferpromenade am See und der kleinen Insel darauf, laden den Besucher ein, zum Entdecken, Bummeln und  Verweilen. Ganz eigen ist die traditionelle Musik von Epirus. Auch die epirotische Küche hat dem Gast Leckeres zu bieten. Unterkunft ist in zahlreichen Hotels, urgemütlichen traditionellen Pensionen oder auf Campingplätzen zu finden.

  Thessalien

Thessalien liegt im mittleren nördlichen Teil des Festlandes. Die Inselgruppe der Nördlichen Sporaden gehört ebenfalls zu dieser Region. Hauptsächlich aber ist die thessalische Ebene von mehreren Bergen umgeben, unter denen Griechenlands höchster Berg, der Olymp, zugleich der berühmteste ist.

Reist man nach Süden, so trifft man auf das Pindos-Gebirge, das sich von Nord nach Süd durch ganz Griechenland zieht. Es besteht aus Serpentingestein und Tonschiefer, sehr weichen Gesteinen, die leicht verwittern. So gibt es in diesem Gebirge Stellen mit kargen Gesteinshalden, ohne die Schönheit von Blüten und Vegetation. Die Bodenerosion ist unter anderem eine Folge der Abholzung der vielen Wälder, die noch in der Antike in Griechenland existierten. Sie wurden zur Römerzeit abgeholzt und boten so der Bodenerosion Angriffsflächen, die auch große Auswirkungen auf das Klima haben. Vorrangig Zedernwälder fielen den Rodungen durch Römer und Phönizier zum Opfer, denn Zedernholz ist sehr hart und robust. Dieses Holz wurde für den Schiffsbau verwendet. Zusätzlich wurden mit der steigenden Bevölkerung viele Gebiete landwirtschaftlich genutzt, und so musste erneut eine große Fläche an Wäldern weichen.

Weiter in Richtung Süden verlaufen die Gebirge Olymp, Ossa und Pélion in der gleichen geologischen Strukturrichtung wie das Pindos-Gebirge und bilden eine Kette. Die Verlängerung dieses Gebirges stellen die Insel Euböa und die Kykladen, eine Inselgruppe in der Ägäis, dar.

Der Olymp ist in der griechischen Mythologie der Sitz des Göttervaters Zeus; er besteht aus Kalk-, Dolomit- und Marmorgesteinen und ihm schließt sich das Ossagebirge an. Das Péliongebirge fügt sich ebenfalls in diese Formation ein. Ganz wenige Gebirgsformationen stehen quer zu dieser Strukturrichtung, so zum Beispiel der Parnass. Auf den Wiesen am Fuße des Olymps verleiht Flora der Umgebung ihre Schönheit. Weißer Affodill, die Zwerg-Schwertlilie und Roter Mohn bilden eine Blütendecke, unter der sich viel Getier wohl fühlt.
Passiert man das Témpi-Tal, gelangt man auf der Wanderung weiter zum Ossagebirge. Dort entdeckt man üppige Vegetationen wie zum Beispiel Stein-Eichenwälder. Wälder in dieser Region bilden ebenfalls die Flaumeiche, Orient-Hainbuche sowie die Hopfenbuche. In trockenen Gebieten findet man die König-Boris-Tanne. Zudem kann man sich an Laubwäldern und offenen Buschland erfreuen, in welchem Rotkopfwürger, Maskenwürger und Neuntöter zu Hause sind. Das gesamte Gebirge beheimatet in seinen unterschiedlichen Vegetationszonen eine beachtliche Artenvielfalt. Das südlich gelegene Péliongebirge ist hauptsächlich durch eine Macchie, bestehend aus Salbeiblättriger Zistrose, dornigem Ginster, Thymian und anderen würzigen Sträuchern sowie der Büschelblütigen Erika gekennzeichnet.
Setzt man seinen Weg fort, erreicht man die Metéora, eine Gruppe von Konglomeratfelsen, die durch Erosion in Jahrmillionen entstanden sind und in deren Wände und Gipfel Klöster gebaut wurden. Sie wirken wie in die Landschaft hineingezaubert und sind eine atemberaubende Attraktion. In südlicher Richtung gelangt man zum Parnass, in dessen Nähe die Orakelstätte Delphi liegt. Bezaubernd malerisch stellt sich die Natur hier ebenfalls dar.

Die Blüten von verschiedenfarbigen Glockenblumen, Wilder Malve, Schneckenklee, blauvioletten Felsen-Glockenblumen, Gelber Affodeline und vieler anderer Pflanzen verleihen dieser Landschaft einen bunten Blütenzauber, der sich sanft wie ein Schleier über das felsige Land legt. Ebenso vielfältig wie die Flora ist auch die Fauna. So leben in den Felsenwänden des Parnass Turmfalken, Kolkraben und Felsenkleiber. Die Apollo Tanne bildet hier vorrangig die Wälder.

  Zentralgriechenland

Zentralgriechenland - Im Herzen Griechenlands befindet sich Delphi, das berühmte Orakel der Antike. Der höchste Gipfel des Pindos-Massivs, das sich durch ganz Zentralgriechenland zieht, ist 2.637 m hoch und heißt Smolikas-Berg.

Das Achelóos-Fluß  oder auch das Messolóngi-Delta gehören zu den bedeutendsten Regionen für die Vogelwelt in ganz Griechenland. Es hat eine Fläche von 63.000 Hektar und bildet zahlreiche Lagunen, in denen viele Vögel brüten, überwintern und ganzjährig leben. Am Achelóos gibt es einen Eschenwald. Er stellt die Überreste eines ursprünglichen Auenwaldes dar, und am Ufer dieses Flusses kann man den Eisvogel inmitten von Schilfzonen brüten sehen.

Der größte See Griechenlands ist der Trichonis- oder Agrinion-See mit einer Fläche von 96,22 km². Er befindet sich im Osten der Präfektur Ätolien-Akarnanien südsüdöstlich der Stadt Agrinio, nordwestlich der Stadt Navpaktos und nordnordöstlich der Stadt Messolóngi.
Weiter nach Süden geht es auf die Halbinsel Peloponnes, die seit 2004 mit einer 2,2 km langen Schrägkabelbrücke zwischen Rio und Antirio mit dem westlichen Festland verbunden ist. Im Osten gelangt man über eine Brücke über den künstlich angelegten Kanal von Korinth auf die Halbinsel.

  Der Peloponnes

Der Peloponnes ist der südlichste Teil des Festlandes, von ihm durch den Kanal von Korinth getrennt. Viele große Städte der Antike, wie Mykene, Sparta und Olympia, die Heimatstätte der Olympischen Spiele, befinden sich in dieser Region. Der Peloponnes bietet im Allgemeinen eine reiche Vielfalt an Landschaften, die von Gebirgen bis hin zu Lagunen und Dünenküsten reicht. Ein wichtiges Gebirge ist das Taygetos-Gebirge, das eine Höhe von 2405 m erreicht. Ebenso wird die Landschaft des Peloponnes von Ölbaumhainen geprägt. Der Peloponnes wird im Norden vom Golf von Korinth begrenzt und besteht dort aus drei tief ins Meer ragenden Armen. Auf einer dieser Halbinseln in der Nähe der Hafenstadt Pátras erstreckt sich das Chélmos-Gebirge, dessen Umgebung ebenfalls von Olivenhainen charakterisiert wird. Ein Stück weiter befindet sich der Vouraikós-Fluss mit seinem Platanen-Auwald. Weiter  geht es auf die blütengeschmückte Xerokambos-Hochebene, die auf einer Höhe von 1650 m liegt. Hier wird ein Blumenparadies von gelb, violett und weiß blühenden Krokussen, Gelbsternen, Messinischem Blaustern, Traubenhyazinthen, blauer und weißer Strahlenanemonen, dem Berg-Milchstern, wilden Tulpen und dem violettroten Holunder-Knabenkraut dargeboten.

Im Nordwesten des Peloponnes, nördlich vom Prokopos-See erstreckt sich kaum erschlossenes und ursprüngliches Land, und man sieht Küstenwälder, Buchten und Lagunen im Westen des Peloponnes. Auf der Halbinsel Kyllíni findet man die berühmten Thermalwässer des Peloponnes, die bei Hautkrankheiten Wunder bewirken sollen. Südlicher, in der Nähe Spartas, liegt Mystras, die berühmte byzantinische Ruinenstadt und Klosteranlage. Östlich davon findet man die Kleinstadt Monemvassia, die sich auf einem Felsen vor der Küste befindet und mit ihren kleinen Häusern und Gassen bezaubert.

Insgesamt gehören zu Griechenland 9841 Inseln und Inselchen. Damit ergibt sich eine Küstenlänge von insgesamt 15.021 km. Hellas nimmt damit Platz 2 in Europa bei den Küstenkilometern ein, nicht zuletzt auch wegen der zahlreich zerklüfteten Küsten des Festlandes. Viele der Küsten sind sehr felsig. Sandstrände gibt es vor allem am Westpeloponnes, an der Küstenregion östlich des Olymps, auf der Halbinsel Chalkidikí und in Thrakien. Die tiefste Stelle des Meeresgrundes befindet sich mit 5.221 m im Ionischen Meer. Es ist die Calypsotiefe, die zugleich die größte Meerestiefe im gesamten Mittelmeer darstellt. Die Ägäis ist wesentlich flacher. Hier liegt die tiefste Stelle bei 4.452m, 49 Seemeilen östlich von Kap Prasso auf Rhodos.

  Die Ionischen Inseln

Diese Region ist das kleinste geographische Gebiet Griechenlands und besteht aus sieben Hauptinseln, die sich entlang der Westküste Griechenlands ziehen. Sechs dieser sieben Inseln befinden sich im Ionischen Meer: Korfu, Ithaka, Lefkas, Paxi, Kephalonia und Zakynthos. Kythira liegt gegenüber des Kap Maleas am südlichen Peloponnes. Die Landschaften der Ionischen Inseln sind abwechslungsreich, gebirgig, mit steilen Felsküsten, sanften Buchten und üppiger Vegetation. In dieser Region herrscht ein mildes und relativ feuchtes Klima mit einer recht hohen Niederschlagsrate. Daher ist eine reiche Vegetation für diese Region kennzeichnend; darüber hinaus sind Elemente tropischer Flora mit Einfluss des europäischen Mittelmeerraums spürbar.

 

Korfu ist die nördlichste der Ionischen Inseln und liegt gegenüber Albanien und der Region Epirus.Im Norden von Korfu erblickt man ein schroffes Kalkgebirge der ca. 579 km² großen Insel. Den Süden dominieren vor allem grüne Hügel und Olivenhaine, welche 3 Mio. Olivenbäume beherbergen. Kerkyra, die Hauptstadt der Insel, befindet sich an der Ostküste. Dort musizieren Zikaden mit ihren Chitinplatten und in den feuchten Gebieten lebt die Dalmatinische Raubschnecke. Der Weg führt weiter an einem der wenigen kleinen Seen auf Korfu vorbei, von welchem man aus das Quaken der Teichfrösche hört und man der europäischen Sumpfschildkröte begegnen kann.
Schließlich gelangt man zum Pantokrator, dem größten Bergstock Korfus. Mit seinen 906 m ist er der höchste Berg der Insel. Dort gibt es eine sehr reiche Insekten- und Spinnentierfauna. In diesem Terrain und in Erdröhren lebt auch die Apulische Tarantel, die größte in Griechenland vorkommende Wolfspinne.

Im Westen der Insel befindet sich die Andioniti-Lagune, ein bedeutender Brutplatz für Vögel wie Knäk-, Löffel-, Pfeif- und Spießenten. In dieser von Schilf umgebenden Lagune lassen sich auch verschiedene Reiherarten gut beobachten. Im Westen der Insel befinden sich lange, romantische Sandstrände, an denen man den Badefreuden frönen kann. An diese Strände schließen sich Olivenhaine an, durch welche man schließlich in ein mit Zypressen bewachsenes Hügelland gelangt.

Ein Stück weiter erblickt man breite Sanddünen, bewachsen mit verschiedenen Gräsern, Sanddisteln, Scheiben-Schneckenklee, Meersenf, Leimkraut und Stechwacholderbüschen. Wieder im Osten von Korfu, blickt man auf die kleine Insel Pontikoníssi, die mit Zypressen geschmückt Mäuseinsel, welche der Legende nach das versteinerte Schiff des Odysseus sein soll.

 

  Die Ägäischen Inseln 

Das Ägäische Meer erstreckt sich zwischen Griechenland und Kleinasien, dem Ionien der griechischen Antike. Die Inselgruppe der Ägäis besteht aus hunderten von Inseln und Felseninseln. Diese sind bergig oder hügelig und erfreuen sich eines warmen Klimas. Mykonos, Santorin, Naxos, Paros - die Kykladen - Rhodos, Kos, Samos, Chios und Lesbos sind die international bekanntesten Feriendomizile in Griechenland.

Lesbos, die drittgrößte griechische Insel, ist vor der türkischen Küste gelegen. Die Insel mit der Hauptstadt Mytilene gilt seit der Bronzezeit als besiedelt und wurde bei den Hethitern erstmalig als Lazpa erwähnt. Hier lebte im 7. Jh. v. Chr. die berühmteste Dichterin der Antike, Sappho, die auch als die zehnte Muse bezeichnet wurde.

Chios ist eine sehr gebirgige Insel. Der Dichter Homer soll im Dorf Pitios auf dieser Insel geboren sein; doch gilt dies nicht als sicher, da viele andere Orte in Griechenland ebenfalls behaupten, Homer sei dort geboren. Die zwei vorsokratischen Philosophen Ion von Chios und Metrodoros stammen jedoch tatsächlich von dieser Insel. Die Landschaft prägen vor allem Olivenbäume, Wein und Mastixbäume, deren Harz sehr berühmt ist und für Kaugummi und Süßigkeiten verwendet wird. Südlich von Chios-Chora, dem Hauptort der Insel gelegen befindet sich die 480 km² große Insel Samos.

Die wasserreiche Samos ist unter anderem für seinen Wein berühmt. Durch den Reichtum an Wasser gibt es eine landschaftliche Vielfalt zu bewundern. Es werden Tabak, Wein, Ölbäume genauso wie Zitrusfrüchte angebaut. Anhand von zahlreichen Ruinen antiker Baukunst kann man die Zeugnisse der Vergangenheit bewundern. Eines der bedeutendsten antiken Heiligtümer ist das Heraion, ein der Göttin Hera geweihter Tempel, welcher im Laufe der damaligen Zeit in größeren Abständen neu errichtet wurde. Unter den reichlich vorhandenen Ruinen befinden sich auch römische Thermen und ein hellenistisches Gymnasium mit dem dazugehörigen Stadion.

Die Insel Naxos ist die größte Insel der Kykladen. Während es im Osten der Insel hauptsächlich steilere Ufer gibt, erstreckt sich im Westen ebenes Land, und von Norden nach Süden verläuft ein bis zu 1.300 m ansteigendes Granitgebirge. Da Naxos gut bewässert ist, gibt es fruchtbares Land, auf dem Weizen, Gerste, Südfrüchte, Wein und Mastixbäume gedeihen. Zudem werden, wie es in Südeuropa typisch ist, Olivenbäume angepflanzt und Marmor abgebaut.

Rhodos, die viertgrößte Insel Griechenlands, liegt nur 18 km von der türkischen Küste entfernt und nimmt eine Fläche von ungefähr 1.400 km² ein. Besonders an den Stätten Ialyssos, Lindos und Kameiros finden sich Überreste aus neolithischer Zeit sowie mykenische Nekropolen (Gräber).


Die Vulkaninsel Santorin, auch Thíra genannt, liegt etwa 100 km nördlich von Kreta und ist die südlichste Insel der Kykladen. Auf der 71 km² großen Fläche leben dauerhaft rund 9.700 Einwohner. Die sichelförmige Insel bildet mit den ihr gegenüberliegenden Inseln Thirasía und Aspronísi eine Caldera, die sich vermutlich durch den großen Vulkanausbruch von 1220 v. Chr. geformt hat. Es entstand ein Hohlraum unter der Erdkruste, die dadurch einbrach, so dass sich die Caldera bildete. Diese füllte sich sehr schnell mit Wasser. So erhielt Santorin das Aussehen, für das es heute bekannt ist. Santorin ist berühmt für seine Weine, deren Trauben auf der fruchtbaren vulkanischen Erde reifen. Das Santoringestein (vulkanischer Bims) wird für Wasserbauten verwendet.

 

  Kreta

Kreta - Südlich von Santorin gelegen ist die Insel Kreta, die größte (mit einer Gesamtfläche von ca. 8.336 km²) und zugleich südlichste Insel Griechenlands. Sie bildet den südlichsten Teil Europas und hat dessen südlichste Stadt, Ierapetra. Wie fast alle griechischen Inseln ist auch Kreta sehr gebirgig. Im Westen der Insel erheben sich die Weißen Berge, die Lefka Ori, mit dem Ida- und dem Díkti-Gebirge, deren Gipfel über 2.400 m hoch sind. Die Mythologie beschreibt, dass hier einst die Nymphe Ida lebte, welche sich liebevoll um den kleinen Zeus kümmerte und ihn säugte, als Rhea ihn in den Weißen Bergen vor Kronos versteckte. Damit Kronos das Versteck des kleinen Zeus nicht finden konnte, verwandelte Ida sich in die Ziege Amalthea auf dem gleichnamigen Berg Ida, wodurch das Gebirge seinen Namen erhielt. Der Talisman des Zeus, ein Horn, brach er der Amalthea einst als Knabe ab. Die Dactyli, die Kinder des Berges Ida, sind kleine Satyrn, die der Amalthea halfen, den kleinen Zeus zu hüten, indem sie Abzählreime für ihn erfanden, um ihn vom Schreien abzuhalten. Zeus versetzte Amalthea zum Dank als Leitstern in das Sternbild Capella, das im lateinischen „Ziege“ bedeutet.

Die Samariá-Schlucht in den Weißen Bergen ist wohl die bekannteste Schlucht Kretas und ganz Griechenlands. Sie zählt mit 18 km Länge zu den längsten Schluchten Europas. Es sind 1.800 Pflanzenarten in den Weißen Bergen zu finden, von denen einige auf die Samariá-Schlucht beschränkt sind. Dort kann man kretische Wildziegen, deren Spitzname Kri-Kri ist, beobachten.
 
Im Nordosten Kretas liegt der Palmenstrand von Wái. Hier gibt es die größten Bestände der Kreta-Dattelpalme, die dank einer Süßwasserquelle hier prächtig gedeihen. Sie verleihen dem breiten, weißen Strand auf der Sideros Halbinsel ein exotisches Südseeaussehen. Die zahlreichen Orchideenarten geben ihm einen sinnlichen und magischen Charakter. Berühmt ist Kreta heute vor allem für seine Zeugnisse aus minoischer Zeit: Knossos mit dem Palast und dem Labyrinth des Königs Minos. In Phaistos befinden sich ebenfalls minoische Palastanlagen. Funde aus den Palästen von Knossos und Phaistos sowie anderer antiker Stätten, Steingefäße aus frühminoischer Zeit, Keramik, Sarkophage und Schmuck kann man im archäologischen Museum von Heraklion sehen.