Griechenland - ein attraktives Urlaubsziel

Griechenland und das Meer, Griechenland und seine Inseln, Griechenland in seiner Bedeutung als Wiege europäischer Kultur, Philosophie und Wissenschaft ziehen jährlich Millionen von Besuchern aus aller Welt an.
Umrahmt von drei Meeren - der Ägäis, dem Ionischen und dem Libyschen Meer - und seiner einzigartigen Inselwelt ist es das Land, das nahezu jedem Urlaubsanspruch gerecht wird. Das Festland mit seinen abwechslungsreichen Landschaften und Küstenstreifen, mit unzähligen Buchten und Stränden, mit traditionellen Dörfern und modernen Ferienanlagen konkurriert mit der Faszination der Inselwelt.
Dem Feriengast in Griechenland wird ein vielschichtiges Aktivitätenangebot offeriert, dessen breites Spektrum nicht zuletzt aus der Tatsache resultiert, dass die natürlichen Vorzüge des Landes und die Lebensgewohnheiten der Einheimischen als wesentliche Elemente in die touristische Angebotspalette miteinbezogen werden.
Die kulturhistorische Bedeutung Griechenlands ist Thema jeder Bildungs- und Studienreise, Erholung für Sonnenhungrige bieten die unzähligen Strände und beständiger Sonnenschein, und für Wassersportler gibt es die günstigsten Wasser- und Windverhältnisse zur Ausübung aller Wassersportarten. Naturfreunde können den Artenreichtum der Pflanzenwelt und unberührte Naturschutzgebiete kennen lernen. Aktivurlauber haben zahlreiche Möglichkeiten für River-Rafting, Binnensee- und Meereskajak, für Trekking, Canyoning, Mountain-Biking, Klettern, Reiten, Wandern oder Golf. Auch Besucher, die sich für christliche Pilgerreisen, Kultur- und Wissenschaftsreisen interessieren, finden ein spezielles Angebot.
Noch dazu ist Griechenland ein kinderfreundliches Land, in dem Familien gut aufgehoben sind. In der Atmosphäre griechischer Gastfreundlichkeit kann sich jeder Urlauber relativ sicher und geborgen fühlen, denn in Griechenland gibt es glücklicherweise weder Probleme mit ethnischen Volksgruppen noch existieren fundamentalistische oder rassistische Strömungen. Für Griechenland ist der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, der jährlich mehr als 18 Prozent zum Bruttosozialprodukt beiträgt, rund 700 000 Arbeitsplätze schafft und die Entwicklung peripherer Regionen positiv beeinflusst. Durch die Einführung alternativer Tourismusformen entstehen neue touristische Produkte, die Wege zu neuen Kundenpotentialen mit spezifischen Interessen öffnen. So wird zum Beispiel in ländlichen Gebieten die Agrar- und Naturlandschaft mit sanften Tourismusformen zum Treffpunkt der Individualurlauber, die in sich in ursprünglicher Vielfalt der Natur erholen möchten.
Noch nicht voll genutzte, kostbare Ressourcen erschließen sich behutsam dem Wellness- und Kursektor. Thermalquellen und Heilwasser gehören zum natürlichen Reichtum Griechenlands, das immerhin über insgesamt 20 Thermalquellen verfügt, die meist in Meeresnähe oder in malerischen Landschaften liegen. Beispiele sind Kyllini an der Westküste der Peloponnes, Edipsos auf der Insel Evia und Kamena Vourla in Zentralgriechenland.
Das Konzept des griechischen Kururlaubs - ob klassische Badekur, Thalasso-Therapie oder modernste Wellnesspflege - haben inzwischen zahlreiche Hotels aufgegriffen. Seine Kompetenz im MICE-Geschäft - also für den Kongress- und Konferenzbereich, hat Griechenland mit den Sommerspielen 2004 bewiesen.
Durch die erfolgreiche Organisation und Durchführung der Olympischen Spiele Athen 2004 und die Vollendung der großen Infrastrukturprojekte hat Griechenland nicht nur einen erheblichen Prestigegewinn für das ganze Land erreicht, sondern der Welt auch vor Augen geführt, welche Möglichkeiten sich für den internationalen Markt eröffnen. Vor allem Athen konnte eine enorme Image-Aufwertung verzeichnen.
Mit der radikalen Umstrukturierung des Verkehrswesens, mit neuen Hotelbauten, der Sanierung und Renovierung bestehender Hoteleinheiten, der Modernisierung von Kongresszentren, der Einrichtung von Fußgängerzonen und Spazierwegen ist die griechische Landeshauptstadt gut vorbereitet für Großevents sowohl für den touristischen als auch den privaten Geschäftsbereich. Landesweit sind weitere Konferenzzentren geplant. Eine schnelle und bequeme Anreise gewährleisten Flugverbindungen zwischen 35 innergriechischen Flughäfen, von denen mindestens 20 über einen internationalen Charterflugstatus verfügen.
Athen ist das Zentrum des Landes für große Kongresse und Kulturveranstaltungen, gefolgt von der makedonischen Hauptstadt Thessaloniki. Beide Städte bieten mit ihren großen Konzerthallen ein anspruchsvolles Musik- und Konzertprogramm in gediegenem Ambiente. Das antike Athener Freilichttheater Herodes Attikus feierte im Jahr 2005 eine überaus erfolgreiche Premiere: Das 50-jährige Jubiläum des Athener Festivals. Mit der Idee, die Theater-Aufführungen im antiken Theater von Epidaurus - 1954 erstmalig inszeniert - in die Musik-Festspiele in Athen einzubeziehen, war 1955 ein Konzept geboren, das unterschiedliche Kunstrichtungen und Antike und Moderne verband. Im Laufe der Jahre hat das Festival Athen internationales Renommee erworben und zieht bis heute als Höhepunkt des griechischen Kultursommers alljährlich Tausende von Besuchern an.
Griechenland ist ein Land mit langer Tradition im Urlaubs-geschäft. Noch längere Erfahrung hat es als traditionelles Seefahrerland. Mit seinem günstigen Klima in Verbindung mit der einzigartigen Inselwelt und der Vielfalt seiner Landschaft bietet es ideale Voraussetzungen für alle modernen Wassersportarten. Yachting und Kreuzfahrt bilden einen wichtigen Bestandteil des touristischen Angebots. Nicht weniger als 16 000 Kilometer Küste und die stattliche Zahl von mehr als 6000 Inseln sind mit einem Netz von 21 modern ausgestatteten Yachthäfen, kleinen Häfen und Ankerbuchten verbunden. Sie eröffnen den Freunden des Wassersports unzählige Möglichkeiten, die Welt der Meere zwischen den Ionischen bis zu den kleinsten Inseln der Ägäis zu erkunden. Dem Feriengast stehen etwa 2000 Charterboote und Yachten der unterschiedlichsten Klassen zur Verfügung.
Zu den strukturellen Konstanten des touristischen Angebots Griechenlands gehören die Meere, das kulturelle Erbe, die landschaftliche Vielfältigkeit, das günstige Klima, die Authentizität der Menschen und deren Gastfreundlichkeit. Aufbauend auf dieser Basis zielt die griechische Tourismuspolitik auf die systematische Förderung alternativer Tourismusformen wie Yachting, Öko- und Agrartourismus, Kongress- und Incentivetourismus, Kurtourismus, Sporttourismus, Städte- und Erlebnisreisen und die Einrichtung von Themenparks. Die natürlichen Vorzüge Griechenlands in Verbindung mit neuen kreativen Entwicklungstendenzen sind Faktoren, die dazu beitragen, die Aufwertung des Gesamtbildes des touristischen Angebots zu erreichen. Ziel der griechischen Tourismuspolitik ist, die Wettbewerbsfähigkeit Griechenlands auf dem internationalen Markt durch eine Differenzierung und Diversifizierung der touristischen Angebotspalette weiterhin zu stärken. Im Hinblick der vom Konsumverhalten geprägten hohen Anforderungen an anspruchsvolle Erholungs- und Unterhaltungsmöglichkeiten investiert Griechenland in die touristische und allgemeine Infrastruktur und setzt auf eine qualitative und quantitative Optimierung der Dienstleistungen und den systematischen Ausbau hochwertiger Hotelanlagen.
Wichtigste Tourismusmärkte für Griechenland sind Deutschland und Großbritannien. Beide Länder stehen an der Spitze der Einreisestatistik der insgesamt rund 14 Millionen ausländischer Touristen, wobei entweder die deutschen oder englischen Besucher mit jährlich durchschnittlich 2,5 Millionen Ankünften jeweils abwechselnd den ersten Platz belegen, gefolgt von den Urlaubern aus Italien und Frankreich. Die Inseln gehören nach wie vor zu den bevorzugten Feriendestinationen, wie zum Beispiel Kreta, Rhodos, Kos, Korfu, Santorin und Mykonos. Periphere Regionen wie Thrakien, Epiros, Zentralgriechenland, der südliche Peloponnes, Limnos und Chios sind vom Tourismus noch weniger frequentiert und ideale Ziele für individuelle und alternative Urlaubsformen.
Im Jahr 2006 steht die Region des westlichen Peloponnes im Mittelpunkt des internationalen Interesses: Patras ist Europäische Kulturhauptstadt. Mit der Nominierung von Patras als Europäische Kulturhauptstadt 2006 kehrt dieser Titel das dritte Mal nach Griechenland zurück.
Der Vorschlag, jährlich eine europäische Kulturhauptstadt zu benennen, kam ursprünglich von der griechischen Kulturministerin Melina Merkouri. Diese Idee wurde 1985 in die Tat umgesetzt und Athen zur ersten Kulturhauptstadt Europas ernannt, gefolgt von Thessaloniki im Jahr 1997.
Patras, Hauptstadt der Präfektur Achaia und nach Piräus und Thessaloniki die drittgrößte Hafenstadt Griechenlands, wichtigster Handelsplatz der Halbinsel Peloponnes, Universitätsstadt und Sitz eines Erzbischofs, ist eine junge Stadt.
Ihre Vorgängerin, gegründet im Jahr 1100 v. Chr. und bedeutend in römischer Zeit, würde während des Befreiungskampfes gegen die Osmanen zerstört. Bei dem Wiederaufbau ab 1828 erhielt die Stadt ein neues Gesicht durch neoklassizistische Gebäude, großzügig angelegte Plätze, baumbestandene Alleen und Grünflächen.
Die neoklassizistische Architektur aus dem 19. Jahrhundert besteht neben der modernen Silhouette der Stadt, die heute rund 250 000 Einwohner zählt. Die Atmosphäre der Stadt wird geprägt von der Weltoffenheit ihrer Stadtbewohner und der 50 000 Studenten. Wissenschaft und zeitgenössische Kunst sind ebenso angesiedelt wie Tradition und Brauchtum. Dazu gehört der berühmte Karneval von Patras, dessen Wurzeln bis in die mythische Zeit des Dionysos-Kultes zurück reichen sollen.
Patras, im Olympia-Jahr 2004 einer der Austragungsorte der Olympischen Spiele, verfügt über moderne Sport-, Freizeit- und Kongresszentren und anspruchsvolle Hotelanlagen.
Als Europäische Kulturhauptstadt 2006 stellt Patras die markanten Merkmale der Stadt und der Region der Öffentlichkeit vor und präsentiert sowohl das traditionelle kulturelle Erbe als auch die zeitgenössische Kulturlandschaft.
Griechenland ist ein attraktives Urlaubsland, dessen Geschichte und Kultur eine ganze Zivilisation geprägt haben. Dieser Impuls ist gleichzeitig Verpflichtung für eine touristische Entwicklung, die das kulturelle Erbe des Landes, Umwelt und Lebensqualität in den Mittelpunkt stellt.